Wie funktioniert das?

Einstufungssystem

Mit dem Cinecheck-System werden Produktionen auf Basis eines Online-Fragebogens eingestuft. Dieser baut sich rund um die Art der Produktion und sechs Medieninhalte auf, die potenziell ungeeignet für die Entwicklung von Minderjährigen sind. Die Beantwortung dieser Fragen führt automatisch zu einer ganz bestimmten Alterseinstufung und Inhaltseinstufung (maximal drei der sechs Medieninhalte).

Die Einstufung gilt als Empfehlung. Sie muss deutlich sichtbar und erkennbar kommuniziert werden. Außerdem führt sie zu einer richtunggebende Altersbegrenzung und liefert dem Zuschauer (Eltern, Begleitpersonen, Jugendliche) Informationen zu potenziell ungeeigneten Inhalten.

Die Koordinierung des Systems liegt in Belgien, die Nachverfolgung der Einstufungen und die Kontakte zu NICAM erfolgen über ein Sekretariat für die Einstufung von Filmen.

Cinecheck warnt

Cinecheck warnt Eltern und Erzieher, bis zu welchem Alter ein Film schädlich für Kinder sein kann. Cinecheck arbeitet hierzu in erster Linie mit Altersangaben: Alle Altersklassen, 6 Jahre, 9 Jahre, 12 Jahre, 14 Jahre, 16 Jahre und 18 Jahre.

Darüber hinaus gibt es Piktogramme, die auf die Gründe für diese Empfehlung hinweisen: Gewalt, Angst, Sex, vulgäre Sprache, Diskriminierung und Drogen- oder Alkoholmissbrauch.

Wo finden Sie die Cinecheck-Informationen?

Die Cinecheck-Piktogramme befinden sich auf den Infotafeln und Websites der Kinos sowie auf dem Werbematerial für den Film (Trailer, Anzeigen, Poster u. Ä.).

Cinecheck informiert nicht über Eignung oder Qualität

Die Altersangabe von Cinecheck bedeutet nicht, dass ein Film ohne Weiteres für Kinder ab diesem Alter geeignet ist. Dazu macht Cinecheck keine Angaben. Ein Beispiel: Ein seriöser Dokumentarfilm hat die Empfehlung Alle Altersklassen, weil er keine für Kinder schädlichen Bilder enthält. Der Film kann jedoch für kleine Kinder ungeeignet sein, weil sein Inhalt zu schwierig ist.

Eltern sind selbst verantwortlich

Cinecheck urteilt nicht über den Inhalt oder die Qualität von Filmen. Dazu sind die Vorlieben und Maßstäbe der Eltern zu unterschiedlich. Cinecheck warnt ausschließlich vor potenziell schädlichen Bildern in Filmen. Letztendlich sind die Eltern selbst dafür verantwortlich, was ihre Kinder sehen dürfen.

Wie entsteht eine Einstufung?

Mit Hilfe eines von Cinecheck entwickelten Fragebogens stufen die Verleiher ihre Produktionen selbst ein. Speziell dafür ausgebildete Mitarbeiter, so genannte Kodierer, schauen sich einen Film ganz genau an und beantworten im Internet ein Formular mit Fragen darüber, was sie gesehen haben. Danach berechnet ein von Cinecheck entwickeltes Programm wie die Produktion eingestuft wird.
 
Der Fragebogen, den die Kodierer ausfüllen müssen, wurde von einer Gruppe renommierter Wissenschaftler aus dem Bereich Kinder und Medien entwickelt. Hierzu wurden von ihnen Studien über die Wirkung von audiovisuellen Produktionen auf Kinder und Jugendliche verwendet. Aber auch die Wünsche von Eltern und Erziehern wurden gleichermaßen berücksichtigt.

In den Fragen geht es um Gewalt, Angst, Sex, vulgäre Sprache, Diskriminierung, Drogen- und Alkoholmissbrauch. Jedes Thema wird mit einem Alter versehen. Das Thema mit der höchsten Altersangabe bestimmt die letztendliche Altersempfehlung, die Cinecheck für eine Produktion vergibt.

Ein Film kann natürlich auch bei mehreren Themen hohe Angaben haben. Aus Gründen der Übersichtlichkeit besteht eine Empfehlung nie aus mehr als drei Inhaltspiktogrammen. Auf Wunsch der Eltern liegt der Schwerpunkt auf den Piktogrammen für Gewalt, Angst und Sex.

Umfassende Erläuterung

Wenn Sie auf unserer Website eine Einstufung aufrufen, sehen Sie eine umfassende Erläuterung pro Inhaltskategorie. Diese Erläuterung sieht wie folgt aus:

In diesem Beispiel ist Gewalt das Thema mit dem höchsten Wert (16), wodurch sich die Altersbegrenzung von 16 Jahren ergibt. Vor vulgärer Sprache wird immer gewarnt, sie kann aber nicht zu einer Altersbegrenzung führen. Die übrigen Kategorien weisen auf ein niedrigeres Alter als Gewalt hin und werden deshalb nicht in der abschließenden Empfehlung angegeben.